Dienstag, 30. November 2010

Gedanken

Verwirrt im Bus, uneinig mit der Welt,
mit Gedanken beschäftigt.
Alte Musik, die an alte Zeiten erinnert;
den letzten Winter, Sommer, die letzten Wochen.
Der Bus ist recht leer, nur uninteressante Menschen,
fast als wäre man allein.
Die Gedanken schweifen durch die Welt
in verschiedenen Betrachtungsweisen; 
behandeln Philosophie und Zukunft.
Abgetaucht aus der gegenwärtigen Realität,
hinein in einen Haufen wirrer Gedankenfetzen.
Umgeben von undendlichem Weiß,
unterbrochen durch stilles Leben.
Der Versuch von vollendeten Gedankenansätzen,
vollkommenden Gedanken.
Nachhängen der Gedanken,
Schweben in der Luft, Schwere.
Schwer zu vervollständigen;
schwer zu vertreiben.
Leere; weiße, weite Leere.
Ergänzt von Erinnerungen,
die erst im Nachhinein so wunderbar erscheinen.

Abrupt wieder zurück in der Realität,
Szenenwechsel, erneuter Liedwechsel;
keine Chance zurückzukommen,
zurück zu den Gedanken, der Sprache.
Dafür Verdrängen der zu persönlichen Wirklichkeit.

Samstag, 6. November 2010

Philosophie über's Leben.

Diese Woche überstanden, für das Casper Konzert gestern Abend.
Mathe verkackt, alles andere wird sich herausstellen.
Gestern den wohl besten oder einen der besten Abenden in meinem Leben bisher gehabt. Der Moment, in dem man denkt, genau darum. Diese Momente sind es, für die es sich lohnt, weiterzumachen. Doch wann hat man solche Momente? Wenn alles zerbricht, so viel kaputt geht und man nicht mehr weiß, was man wirklich will, dann braucht man diese Momente am meisten. Doch wenn dann kaum welche vorhanden sind, fragt man sich, ob sich denn das alles lohnt. Gestern Abend schwor ich mir, dass alles scheißegal ist, weil es diese Momente gibt, in denen du einfach glücklich bist, die du nie enden lassen willst. Doch sie enden und man kann nichts dagegen tun. Der Alltag frisst einen weiter auf, sodass man diese Momente zu schnell vergisst. Man sucht nach diesen besonderen, lebenswerten Momenten, doch wie kann man welche finden? Wie soll man es schaffen? Jede Woche mit Casper auf  Tour? Hätte was. Schule schmeißen und wieder Praktikum im Kindergarten machen? Bei den viele kleinen Kindern, unwissend vom Leben, fröhlich lachend und nur dann mal am weinen, wenn sie nicht ihr Lieblingsspielzeug bekommen? Hätte was.

Dienstag, 21. September 2010

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Der blaue Himmel, der ins Grüne der Wälder übergeht. Die völlige Stille auf der einen, im Kontrast zu den Geräuschen auf der anderen Seite. Die vollkommene Natur, nur von wenigen Stromleitungen unterbrochen. Störende Geräusche, Lärm bricht die Stille. Mit einem Mal Aufruhr, aufgescheucht aus der Ruhe. Gehen, Laufen, weg von allem; Flucht. Die Sonne kommt mit. Gemeinsam. Weiter, rennen. Vorsichtig, nicht fallen, nicht stoppen, kein Blick zurück. Dort vorn sieht es so viel besser aus. Entfernt. Weg. Allein, nur die Sonne und die Natur sind bei dir. Stille. Ruhe. Gewünschte Einsamkeit. Nur die Gedanken und du. So nah, doch raus aus dem Alltag, der Routine. Hingezogene Gefühle; Liebe zu dieser so wunderbar erscheinenden Welt, trotz dem Wissen, dass in diesem Moment alles nur Fassade ist.  Fern von allem. Der Horizont scheint dabei doch so greifbar nahe. Luft. Bildest dir ein, du siehst die Fotosynthese der Pflanzen. Um nichts in der Welt möchtest du diesen Augenblick ändern. Dabei dreht sich die Welt weiter, ohne dass du es bemerkst.

Donnerstag, 19. August 2010

This be the verse.

They fuck you up, your mum and dad
They may not mean to, but they do.
They fill you with the faults they had
And add some extra just for you.

But they were fucked up in their own turn
By fools in old-style hats and coats,
Who half the time were soppy-stern
And half at one another's throats.

Man hands on misery to man.
It deepens like a coastal shelf.
Get out as early as you can,
And don't have any kids yourself.

By Philip Larkin

Dienstag, 6. Juli 2010

Man wird von einer Mauer der Verständnislosigkeit umzingelt, die einem die Sprache verschlägt.

Besuch im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar. Unvorstellbar. Man kann es kaum in Worte fassen, wie grausam und bedrückend es ist, sich alles anzusehen. Allein der Gedanke, an einem Ort zu sein, an dem Leid und Hass regierten, ist schrecklich. Mit dem Gewissen, dass es bedrückend sein wird, fährt man hin. Die Absprache unter den Freundinnen, zusammen zu weinen, weil man ja so emotional ist, ist am Ende ein Scheiß wert. Du siehst anfangs nur ein paar Wege, kannst dir nicht vorstellen, was hier passiert sein könnte. Dann gehst du durch ein Tor. Ein Tor, bei dem dir gesagt wird, dass es dahinter kein zivilisiertes Leben mehr gab. Alles, was du je über Menschen gedacht hast, kannst du vergessen. Misanthropie ist kein Wunder. Ein Bunker mit Zellen, in denen nichts weiter ist, als ein ,,Bett'', das man ausklappen kann. In solch einer Zelle wird man verrückt.  Kaum Platz. Dir wird erzählt, wie die Menschen dort gequält wurden. Du kommst geschockt und fassungslos aus dem Haus, und du wirst gefragt, was los sei und ob dir schlecht wäre, weil du so aussahst, als ginge es dir nicht gut. Ehm, entschuldige, aber wo habt ihr bitte euer Gehirn? Habt ihr keine Gefühle? Ich war geschockt über die Gelassenheit und Unantastbarkeit. Dabei war das noch nicht das schlimmste. Das stand nämlich noch bevor. Das Krematorium. Du gehst schon bedrückt in dieses Haus hinein. Doch was dich dort erwartet, ist unbeschreiblich. An einem Ort, an dem 56.000 Menschen allein ''nur'' ermordet wurden, bist du sprachlos. Dieses Gefühl. Es ist schwer, Worte dafür zu finden. Man kann es kaum beschreiben. Schock, Hass, Mitleid, Respekt. Undzwar vor den Menschen, die bis zum Schluss durchgehalten haben. Der Schluss. Der da wäre, sich an ein Maßband zu stellen, angeblich vermessen zu werden, doch dabei wartet hinter der Wand ein verständnisloser Mann, der eine Klappe in der Wand öffnet, und ein Leben nach dem anderen erlöscht. Ich stand für ca. 2 Sekunden in dem kleinen, etwa 1m²-großen Raum hinter der Wand. Danach bin ich sofort mit Tränen in den Augen rausgerannt. Es ging nicht.Es ging einfach nicht. Neben mir, ein Klassenkamerad, der Witze reißt. Ich kann so etwas nicht verstehen. Es ist unbegreiflich. Wie kann man nur?
Ab dem Leichenkeller, mit Haken, an denen Menschen einfach wie Tiere aufgehangen wurden, ging gar nichts mehr. Heulend stehe ich dort draußen, in der Hitze. Aber sie berührt mich nicht. Ich hab sie gar nicht bemerkt, sie machte mir nichts aus.
,,Alex, was ist denn los? Ist irgendwas passiert? D´Sag doch was ist! Mir kannst du's doch erzählen!''
Ich konnte nicht antworten. Es ging nicht. Ich habe kein Wort herausbekommen. Wie kann man nur so Gefühlskalt sein? Ist es denn so seltsam, dass man an so einem Ort in Tränen ausbricht?
Anscheinend schon, denn ich war die einzige.

Samstag, 22. Mai 2010

Kate Nash ♥

I like knowing what is going on inside your head
I like taking time and I like your mind
and I like when your hand is in mine

And my heart skips a beat everytime that we meet,
It's been a while and now your smile Is almost like a memory
But then you're back and I am fine 'cause you're with me
And I'm in love with you
Kate Nash - I hate Seagulls

So I went to that party
everyone they're kind of arty
And I was wearing this dress
'cause I wanted to impress
But I wasn't sure if I look my best
'cause I was so nervous
But I carried on regardless
strutting through each room trying to find you

And when I saw you kissing that girl
My heart, it shattered
and my eyes, they watered
and when I tried to speak I stuttered
Kate Nash - We get on

And sometimes I wish, sometimes, I wish I was like Mariella,
she got some pritt stick and she glued her lips together.
So she never had to speak, never had to speak, never had to speak.
People used to say she's as quiet as a mouse, she just doesn't make a peep.

But Mariella just smiled as she skipped down the road
because she knew all the secrets in her world.
Kate Nash - Mariella

All I know is that you're so nice,
You're the nicest thing I've seen.
I wish that we could give it a go,
See if we could be something.

I wish I was your favourite girl,
I wish you thought I was the reason you are in the world.
I wish my smile was your favourite kind of smile,
I wish the way that I dressed was your favourite kind of style.
Kate Nash - The Nicest thing

well she was wearin a skirt
and he thought she looked nice and
yeah she didn't really care about
anything else because she only
wanted him to think that she looked nice
and he did

right birds can fly so high
and they can shit on your head
yeah they can almost fly into your eye
and make you feel so scared
but when you look at them
and you see that they're beautiful
thats how i feel about you
Kate Nash - Birds

Es sind diese einfachen, wunderschönen Texte, die mich so faszinieren. Ich kann wirklich stundenlang Kate Nash hören.
Man findet sich in den Texten, diesen einfachen Geschichten wieder.

Samstag, 24. April 2010

Wealth is of the heart and mind, not the pocket.

Mein frischer Kopf mit dem nassem Haar schaut aus dem Dachfenster in die nächtliche Dunkelheit.
Es riecht nach Italien. Und Sommer.

Dienstag, 2. März 2010

Life moves pretty fast.

If you don not stop and look around once in a while, you could miss it.